Zukunftsgedanken

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Leo Babaute

Interessante BücherPosted by Heiko Müller Wed, December 11, 2013 20:12:02

Prioritäten als Maß aller Dinge

Babauta beschreibt in seinem Buch die Notwendigkeit und die Brauchbarkeit der Prioritätensetzung. Dabei geht er folgende logische Kette:

Wenn du effektiv arbeiten willst, dann beschränke dich auf das Wesentliche.

Dieser Ansatz gefällt mir sehr gut. Sich auf das Wesentliche konzentrieren bedeutet sich zu fokussieren, achtsam zu sein für das, was man gerade tut.

Wer sich auf das Wesentliche beschränken will, muss zuerst seine Prioritäten kennen.

Das bleibt kritisch zu bewegen. Können die Prioritäten der erste Schritt sein? Prioritäten, gesetzt im falschen Kontext, führen noch nicht zur richtigen Erkenntnis. Solange ich mich nicht ausreichend kenne, weiß wer ich bin, was mich ausmacht und wo ich mich befinde, fehlt die Sicherheit, sich seiner Prioritäten bewusst zu sein.

Prioritäten müssen gelebt werden: Triff Entscheidungen und kommuniziere sie auch.

Das Treffen bewusster Entscheidungen ist tatsächlich h ein wesentlicher Punkt effektiver Ich – Arbeit. Nur wer bewusst entscheidet gestaltet sein Leben.

Wenn du dein Leben ändern willst, dann ändere deine Gewohnheiten.

So wichtig das Einüben der richtigen Gewohnheiten auch ist – es bleibt ein Tool, solange es nicht mit unserer Haltung, unseren Bedürfnissen verschmilzt.

Staffele deine Erfolge: Denke in Zielen, Unterzielen, Projekten und Aufgaben.

Ja. Warum nicht? Die Frage ist immer nur: "Laufe ich den richtigen Zielen hinterher? Oder habe ich mich verrannt?

Beginne jeden Tag mit deinen wichtigsten Aufgaben.

First things First! Diese Weisheit ist nicht neu. Die Frage dabei: Was ist das Wichtigste? Und kann ich das immer so genau sagen? Oder brauche ich am Ende ein System, dass sich flexibler meinen individuellen Lebensumständen und vor allem Lebensrollen anpasst?

Letzten Endes war es ein gutes Buch mit zahlreichen Tips und Tricks im Bereich des klassischen Zeitmanagements.

Wie weit helfen diese Tools weiter?
Ich wage zu behaupten, dass nur die Wenigsten von uns ausreichend reflektiert leben, um diese vielen Fragen nach Bedürfnissen, Prioritäten, Werten und Gewohnheiten aus der Kalten beantworten zu können. Ich kann es nicht.
Allerdings kann ich auf die Suche gehen. Ich kann mich auf den Weg zu mir selbst machen. Auf diesem Weg finde ich vielleicht die Antworten, die mir helfen sehr klar und präzise zu formulieren, was ich brauche und was wichtig ist. Vielleicht erfahre ich dabei etwas über meine Sehnsüchte, meine Bedürfnisse, vielleicht etwas über meine Identität und Prägungen. Es ist eben oft mehr als nur das Anwenden von Tools.



Dale Carnegie: Sorge dich nicht – Lebe!

Interessante BücherPosted by Heiko Müller Tue, October 08, 2013 11:49:02
Dale Carnegie's Buch ist ein Schlager. Es ist alt – und verliert trotzdem nicht seine Wahrheiten.
Im folgenden Blog möchte ich Sie ein wenig mit hineinnehmen ... in die Gedanken rund um die Sorgen unseres Lebens.

Über Sorgen
Sorgen entstehen aus den Gedanken über Vergangenheit und Zukunft . Der entscheidende Faktor ist im Heute zu leben – so, wie es schon der Evangelist Matthäus sagt: Sorge dich nicht um die Dinge des Lebens.

Keine Angst
Fokussiere die Situation, die dir Angst macht und finde den Ausgang, der für dich am schlimmsten ist – finde dich damit ab. Verwende all deine Kraft, um diese Situation zu vermeiden.

Was Sorgen anrichten!
Hier einige Zitate, die Carnegie verwendete: "Geschäftsleute, die nicht wissen, wie man  Angst und Sorge bekämpft, sterben früh" Dr. Alexis Carel
"Der größte Irrtum der Ärzte besteht darin, den Körper heilen zu wollen, ohne an den Geist zu denken." Plato
"Wenn man vertrauensvoll in Richtung seiner Träume voranschreitet und sich bemüht danach zu leben, wird sich Erfolg einstellen, den man in gewöhnlichen Stunden nicht für möglich hielt." Thoreau


Was kann ich gegen Sorgen tun?
Sich die folgenden Fragen beantworten: Worüber mache ich mir Sorgen? Was kann ich tun? Wie entscheide ich mich? Wann setze ich meine Entscheidung um?

Sich über Kleinigkeiten ärgern
Das Leben ist zu kurz, um sich immer wieder über Kleinigkeiten zu ärgern

Wahrscheinlichkeiten
Meist sorgen wir uns um Dinge, die mit großer Wahrscheinlichkeit gar nicht eintreten ...
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eigentlich?

Denken und Gedanken
Zitat aus der Bibel: Wer seinen Geist bezwingt, ist stärker als der, der eine Stadt nimmt. Mein Denken prägt mein Sein.
"Der Mensch wird nicht so sehr von dem verletzt, was ihm passiert, als viel mehr von seiner Meinung darüber!" (Montaigne)
In dem wir unsere Handlung steuern, können wir unser Gefühl überlisten.

Nicht Rache üben
wieder ein Bibelzitat: Lieber ein Gericht Kraut mit Liebe, als ein gemästeter Ochse mit Hass
"Kein Mensch kann mich zwingen, mich so zu erniedrigen, dass ich ihn hasse!" (Laurence Jones)

Was kann ich für andere tun?
Menschen, die sich Sorgen machen, können nicht an andere denken. Denken sie an andere, haben sie keine Zeit zum Sorgen
"Ein Drittel meiner Patienten leidet an keiner klinisch feststellbaren Neurose, sondern an der Sinnlosigkeit und Leere ihres Lebens!"  C.G.Jung

Umgang mit ungerechtfertigter Kritik
Einen Toten Hund tritt man nicht. Erfolgreiche Menschen werden immer kritisiert – sieh es als Kompliment an

Herausforderungen anpacken
Probleme sollten erledigt werden, statt aufgeschoben und abgelegt.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Sorgen bezwingen.

Ganz normal ...

Interessante BücherPosted by Heiko Müller Wed, July 20, 2011 10:40:42
Ganz normal ... und doch ganz anders? Als Schüler wurde ihm immer wieder erklärt, dass er schusslig ist, dass er sich einfach nicht richtig konzentrieren kann und dass er ständig reinredet. Er sei frech, er sei ein Träumer, er wird sicher nie erfolgreich.
Das war vor 15 Jahren.
Heute würde man das so nie wieder sagen. Heute gibt es einen Fachbegriff für junge (und auch ältere) Menschen, die diese Auffälligkeiten zeigen. Man nennt es ADS oder ADHS. Behandelt wird diese "Krankheit" mit Medikamenten wie Ritalin. Diese helfen uns und unseren Kindern - oder nur uns?? mit den Problemen unserer Kinder klar zu kommen.
Richtig? Oder nur modern?
Was passiert eigentlich, wenn man feststellt, dass man seine Jugendkrankheit als Erwachsener nicht verliert? Was passiert, wenn man trotz aller Medikation immer noch unter den Folgen und Herausforderungen von ADS leitet?
Leider kommt es tatsächlich ziemlich in Mode, dass Kinder mit Medikamenten in die Normalität geprügelt werden. Hier eine beruhigende Tablette, da eine Anpassungspille ... und schon ist alles gut.

Oder auch nicht. Vergessen wird oft, dass es sich bei ADS gar nicht um eine Krankheit handelt, sondern um eine körperliche Besonderheit, wie es die Autorin Lynn Weiß in ihrem Buch "Leben mit ADS" beschreibt.
Dieses Buch war eines der besten, die ich zu diesem Thema gelesen habe. Gründe dafür gibt es viele. Einer der wichtigsten war sicherlich, dass das Thema Medikation bei ADS erst auf den letzten 3 Seiten beschrieben wird.
ADS ist eine Besonderheit, mit ihren Vor - und Nachteilen, so die Intension der Autorin.
Wie jede andere Besonderheit, kommt es darauf an die Stärken und Schwächen zu analysieren und diese zu maximieren, bzw. zu minimieren.
ADSler sind oft risikobereit, sind gut darin als Selbstständige zu arbeiten. Sie sind erfolgreich, weil sie auf vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen können, sind multitaskingfähig und entwickeln oft eine schnelle emotionale Nähe zu Anderen.
Die Kehrseite ist sicher ihre Impulsivität, ihre Sprunghaftigkeit und ihr Hang zur permanenten Unordnung.
Um die Stärken wirklich zur Entfaltung zu bringen, ist es nötig an den Schwächen zu arbeiten. Dabei geht es einem ADSler nicht anders, als jedem anderen Individuum. Wir haben alle unsere Schwächen, die es zu minimieren gilt.
Nur das der ADSler gezielte Routinen und Strategien braucht. Ganz ausführlich beschreibt Lynn Weiß, wie diese Strategien entwickelt werden können und wie man sich als besonderes Individuum verstehen kann.
Nein, ich bin nicht krank oder eingeschränkt. Ich bin mit besonderen Fähigkeiten gesegnet. Fähigkeiten, die mich zu einem einzigartigem Menschen machen, so wie jeder einzigartig ist.
Dieses Buch sei allen empfohlen, die ihr ADS aus einer ganz neuen Perspektive sehen wolllen und sich weiterentwickeln wollen.
Die Autorin macht sicher keinen Bogen darum, dass man als ADSler auch Menschen um sich herum braucht, die Prozesse begleiten, die an unserer Seite stehen, die uns coachen, trainieren und uns helfen, aber das ist auch kein Geheimnis. Medikamente sind nicht der Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben mit ADS. Medikamente verschleiern unsere Persönlichkeit. Strategien, Training, Begleitung - das ist es was wir brauchen. Und die Erkenntnis, dass wir auch stark sind.

Auch das kann Coaching und Training leisten - Strategien entwickeln, gemeinsam Vision für ein Leben mit ADS entwickeln.


Alltagstauglich

Interessante BücherPosted by Heiko Müller Sat, July 09, 2011 09:33:34
Ein ganz normaler Tag


Ich gehe davon aus, dass ich eigentlich ganz gewöhnlich bin. Bezogen auf meinen Umgang mit Zeit meine ich.
Ein geregelter Tag sieht Zeit für Arbeit, für Familie, für Freizeit und Gemeinde vor - zumindest bei mir.
Gewöhnlich verbringe ich in jeder meiner "Lebensrollen" eine ausreichend balancierte Anzahl Minuten. Damit sollte ich der Work-Life-Balance - Theorie eigentlich entsprechen und mein Alltag müsste "eigentlich" auch entspannt sein.

Entspannt ist übrigens eines meiner Lieblingsworte. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht, weil es bei häufigen Gebrauch so sehr ins Unterbewusstsein rutscht, dass man am Ende glaubt, dass man es ist.

Aber zurück zu meinem Tag. Ich weiß gar nicht wie viele Bücher über Zeitmanagement ich gelesen habe. Das interessante daran ist, dass sie mir nicht weiterhelfen.
Sie helfen nicht, obwohl ich To-Do Listenfetischismus praktiziert habe, teure Zeitplanbücher erworben habe, seit Urzeiten zu den PeDiÄh Nutzern gehöre und auch vor einem trendy Smartphone nicht zurückschreckte (Ok, letzteres ist schon wirklich nett).

Meine Work-Life-Balance will sich einfach nicht einstellen.
Kaum entscheide ich mich dafür ein gutes Buch zu lesen (Freizeit), kommt auch schon der Anruf meiner Frau: "Gepäck, schwer, Auto, abholen ... 20min bitte, bitte ..."
Ok. Freizeit zugunsten meiner Ehe geopfert. Immerhin höre ich Musik im Auto, während ich mich über 5 rote Ampeln auf einer 2km Strecke ärgere.

Kaum wieder zuhause muss mein Kind zum Sport: Weg, Autos, Ampeln, Stress, Ärger ...

In den mir nun verbleibenden 2 Stunden entscheide ich anhand meiner Top Priorität des Tages (habe ich am Montag aufgeschrieben und dann nicht geschafft. So auch Dienstag, Mittwoch ... nun gut, heute wird es) was zu tun ist.

Leider muss ich feststellen, dass zu Bewerkstelligung meiner Top-Priorität (Quadrant A - vorgestern war sie noch B ...) noch mein Computer, eine Recherche, 2 Bücher und die Klassenarbeitsvorlage der Neunten nötig sind. Mist. Also, mach ich irgendwas anderes.

Bis ich etwas gefunden habe, was annähernd meiner Rolle als Lehrer zuträglich ist (ich muss ja auch mal was schaffen), ist die Zeit um und meine Tochter will abgeholt werden.

Aber zum Glück hab ich heute Abend Zeit. Oder?




Wem dieses Szenario bekannt vorkommt, dem lege ich ein ausgesprochen tolles Buch ans Herz. Viele kennen sowohl den Autor als auch den Titel bereits. Im Netz kreisen so einige Foren zum Thema:
"Wie ich die Dinge geregelt kriege" von David Allen (GTD)

Allen erklärt einfach und nachvollziehbar, wieso im 21. Jhd die Zeitplanungstools des 20. Jhd versagen müssen. Außerdem zeigt er wie man mit Inbox, Wochendurchsicht, Kontexten und Foldern Erstaunliches zustande bringt.

Sehr empfehlenswert.