Zukunftsgedanken

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GTD in größeren Zusammenhang sehen

Coaching und LebensstrategienPosted by Heiko Müller Wed, May 23, 2012 07:38:55
Nachdem ich jetzt seit vielen Jahren begeisterter GTD Nutzer bin, stelle ich fest, dass es einen größeren Zusammenhang geben muss, in dem ich GTD betrachte. Meine erste Erkenntnis betrifft die täglichen Entscheidungen, die ich treffe. Ich möchte nicht von meinen Aufgaben gelebt werden. Nicht sie entscheiden, sondern ich. Darum muss mir immer wieder klar sein, dass ich es bin, der die Entscheidungen getroffen hat. Ich habe mich entschieden meine Mails zu lesen, also muss ich nun auch die Kosequenzen in Kauf nehmen - oder mich neu entscheiden. Bei all dem geht es darum Verantwortung zu übernehmen - die Verantwortung für mein Tun. Die zweite Erkenntnis betrifft das Handeln im Einklang mit meinen Idealen. Jeder Mensch hat Ideale oder Wünsche für sein Handeln - bewusst oder unbewusst. Diese sichtbar zu machen und in Worte zu fassen, hilft mir klarer zu sehen. Wozu tue ich, was ich tue? Welchem Zweck dient es? Wieso entscheide ich mich dafür? Zugrunde liegende Prinzipien, eigene Bedürfnisse, Wünsche, Ziele und Visionen - hier liegt die Motivationskraft für mein Handeln. Die dritte Erkenntnis ist, dass nur die richtigen Schlüssel eine Tür aufschließen. Wenn ich nicht die richtigen Werkzeuge zum Organisieren habe, dann kann ich auch nicht effektiv arbeiten. An dieser Stelle setzt GTD für mich ganz klar Maßstäbe. Die Vierte Erkenntnis bezieht sich auf Training und Erfahrung. Wir wissen heute aus der Neurobiologie viel über das Lernen. Neue neuronale Netze entstehen durch Übung und Training, verknüpft mit der richtigen Grundhaltung und dazugehörige Emotionen. Wenn ich also meine Lebensgestaltung von Grund auf ändern will, wird das nicht von heut auf morgen werden. Intensives Training, immer wieder neu beginnen und aus Fehlern lernen, gehört dazu. Um mich auf das zu Fokusieren, was ich erreichen will, nutze ich folgende Grundhaltungen, die mir das Prinzip meiner Lebensgestaltung vor Augen führt: 1. WISSEN: Ich kenne meine Spielwiese! (Ich weiß, was alles in meinem Leben eine Rolle spielt). 2. ENTSCHEIDUNG: Ich habe mich dazu entschieden - also tue ich es! 3. IDEALE: Ich weiß wer ich bin und wohin ich gehen will! 4. SCHLÜSSEL: Ich weiß, was mich effektiv macht! 5. ERFAHRUNG: An jedem neuen Tag weiß ich mehr, als am vergangenen! Los geht´s!

Die OMNI Präsenz meines Gedächtnisses

Coaching und LebensstrategienPosted by Heiko Müller Thu, November 03, 2011 14:28:54
Software hilft uns Probleme zu lösen, die wir ohne sie nicht hätten!

Die Wäsche aufhängen, die Unterrichtsstunde planen, den Kaffeefilter reinigen, die Kinder heute vom Sport holen, den IPod zur Reparatur bringen, die Miete überweisen, die Versicherung kündigen - soll ich fortfahren? Über Getting Things Done habe ich bereits geschrieben - über das iPad auch. Heute widmen wir uns einem Must Have meiner Apps. Software hilft uns Probleme zu lösen, die wir ohne sie nicht hätten! Stimmt. Stimmt aber nicht immer. Stimmt zumindest nicht bei Omnifocus.

Die OMNI-Präsenz

Omnifocus setzt GTD auf iPhone/iPod, iPad und Mac um. Und das ausgesprochen gut. Beim übertragen der Allen'schen Philosophie hat sich die Omnigroup wirklich Mühe gegeben. Neben Inbox, Projekten, Kontexten finden wir auch die Möglichkeit uns Aufgaben nach Orten anzeigen zu lassen. OF kann sogar selbstständig herausfinden, ob eine Einrichtung in der Nähe ist, so dass wir Aufgaben erledigen können (z.B. Eine Bibliothek, Mediamarkt, Drogerie ...). Auf dem iPad gibt es zusätzlich die Möglichkeit einer Wochenprüfung. Dabei werden alle Projekte nacheinander angezeigt, durchgesehen und als geprüft gestempelt. Dank dem iPhone sind alle Aufgaben schnell eingetragen und mittels iPad oder Mac exakt bearbeitet.

Mein Gedächtnis

Hast du dir die Aufgabe aufgeschrieben? Das ist mittlerweile der erste Satz meiner Frau oder meiner Chefin, wenn etwas an mich delegiert wird. Und tatsächlich, es hilft. Steht es in der Inbox, wird es bearbeitet. Hängt es in meinem Kopf fest - nur eventuell ... Oder auch gar nicht. Von meiner Inbox aus wandert es in die vorgesehenen Bereiche: Single Actions, Projekt, Information, Delegieren, Irgendwann/Vielleicht. In den Notizen oder der Audiofunktion speichere ich Gedanken, Abläufe, Ideen oder Anderes zu einzelnen Aufgaben. Ich fotografiere wichtige Dokumente und hänge sie an Aufgaben an.

Der Ort des Geschehens

Die Kontexte sind neben den Projekten das Herzstück meiner OF Anwendung. Es gibt Kontexte, wie: Klasse 7, Freistunde, Mac, Internet, Email, Uni, Elbepark ... aber auch: Christian, Michaela, Teambesprechung, Seminar xy, Konferenz xy. Befinde ich mich an einem Ort oder treffe mit einer Person/Personengruppe zusammen, geht mein erster Griff an das iPhone und in den entsprechenden Kontext - mit dem Nebeneffekt als technikverrückt abgestempelt zu werden (Opfer sind zu bringen).

Ordnung muss sein

Meine Datenbank weist momentan 567 Aufgaben in 48 Projekten auf. Jedes Projekt ist einer meiner Lebensrollen zugewiesen (Bsp.: Fachlehrer, Klassenlehrer, Coach, Ehemann, Vater, Teamleiter ...). Dadurch behalte ich den Überblick und weiß auch, welche Ziele ich in den bestimmten Rollen verwirklichen will. Der jeweils nächste Schritt ist genau definiert und taucht in meinen Kontexten auf. So kann zu allen Zeiten etwas getan werden. Wie jetzt. Aufgabe: Blog schreiben! Erledigt.

Mehr zur Aufgabenorganisation und Strukturierung gern im Rahmen eines Seminars/Workshops oder eines Einzeltrainings.

Ich bin gespannt auf Kommentare und Anregungen. Heiko Andreas

Der Multimediale - iPad im Unterricht

Coaching und LebensstrategienPosted by Heiko Müller Thu, September 22, 2011 15:01:04
Die Evolution meiner Gedanken

"Wozu soll das gut sein? Also - nett sieht es aus. Vielleicht ....? Für die Schule wäre es der Hammer."
Manch einer meiner Freunde belächelte mich ein wenig (oder ein wenig mehr), als ich mir ein iPad zulegte.
Angedroht habe ich es schon länger. Grünes Licht gab es auch aus dem häuslichen Wirtschaftsministerium. Grund der Anschaffung war vor allem die reibungslose Integration in den Unterricht. Mir schwebten so einige Anwendungsmöglichkeiten vor. Eigentlich ist es egal, welches Gerät, nur ein Tablet muss es sein. Handlich, groß genug, um ernst genommen zu werden und flexibel. Dazu mobiles Internet und alles wird gut.
Aus diesem Grund werde ich hier auch des öfteren davon berichten, wie es mir im Arbeitsalltag damit geht. Um nicht Alles in einem Blog zu verraten werden wir uns immer einem Thema widmen.

Heute: Der multimediale Lehrer

Der multimediale Lehrer hat keine Karteikarten, Hefte oder Zettel. Er besitzt einen Tablet, ein Smartphone, einen kleinen Beamer und pdf Files, Apps und Internetzugang im Unterricht. Dann könnte eine Stunde so aussehen:
Pause: Kurz checken, ob alle Unterrichtsmaterialen auf dem iPad sind. Dabei kollidiert mein Weg mit Kollegin xy - ob ich an die Absprache in der Klasse denken würde? (Ich: "Klar" - und schreibe schnell in Omnifocus unter dem Kontext Klasse abc meine 2 Aufgaben.
Kurz vor der Stunde im Klassenraum: Unterrichtsvorbereitung raus und Tafelbild gestalten (mit iPad in der Hand). Eine Schülerin fragt, nach ihrer mündlichen Note der letzten Stunde: TeacherTool auf - eine 2.
Stundenbeginn: Begrüßung und Hausaufgabenkontrolle. Dazu öffne ich Omnifocus unter Kontext Klasse ab und sehe die Aufgaben: noch eine Unterschrift und HA der letzten Stunde.
Leider haben 2 Kinder ihre HA vergessen. Sie finden das nicht so schlimm. Kurze Anmerkung meinerseits, dass ich eben ihren Eltern eine Mail schrieb, waren sie nicht mehr so fröhlich.
Zurück zum Unterricht: Erarbeitung, dann Tafelbild abschreiben. Dann Übungsaufgaben - das Arbeitsblatt der Schüler habe ich digital dabei. Die Lösung als PDF vom Verlag (oder als zusammengestellte PDF aus abfotografierten Seiten meines Lösungsheftes).
Es entsteht ein Gespräch: Was ist ein Rechenschieber? Ich bin in Erklärungsnot, da es mir an Worten für die Beschreibung mangelt. Kurze Googlesuche, Bild aufmachen, den Schülern am iPad zeigen (ich gehe durch die Klasse).
Stundenende: Kurzer Blick in Omnifocus - ach die Aufgaben. OK, morgen bitte Fahrschein mitbringen und erst zur 2. Stunde kommen. Wann die Wanderung noch mal genau ist? Keine Ahnung. Ich öffne die Suche und gebe in iCal Familienwanderung ein. Also, letztes Jahr war sie am 3. Mai, dieses Jahr ist sie am 12. Juni. Alles klar.
Verabschiedung: Schnell noch die Hausaufgaben, die ich an die Tafel geschrieben hatte, fotografieren und an die Aufgabe "HA Kontrolle" in Omnifocus anheften. Schön. Pause ....
In der nächsten Stunde werde ich in Religion ein Musikstück vorspielen. Dieses werde ich via Bluetooth an die Musikbox streamen, die hinten im Raum der Schüler steht.
OK, so multimedial bin ich noch nicht. Und mehr Ausgaben wird auch das familiäre Wirtschaftsministerium nicht akzeptieren. Aber he, es ist eine Idee. Alles Weitere beim nächsten Mal.